Herzlich Willkommen im Löhe-Zeit-Museum des Heimat- und Geschichtsvereins Neuendettelsau! 

Das Museum ist von April bis November an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet (außer Karfreitag und Fronleichnam). Gruppenführungen sind zusätzlich nach Absprache möglich. (09874/4283)


Das Museum zeigt in drei Räumen, wie die Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts lebte, als Wilhelm Löhe in Neuendettelsau Pfarrer war und die Werke von Diakonie und Mission gründete.


Im vierten Raum werden abwechselnd besondere Themen beleuchtet. Bislang 45 Sonder-ausstellungen befassten sich mit Gegenständen und Ereignissen aus der Lokalgeschichte:


Die 45. Sonderausstellung beginnt am 2.4.17 und stellt dar, wie sich Neuendettelsau und der Nationalsozialismus von 1925 bis 1945 entwickelten.

Neben der dramatischen Weltwirtschaftskrise waren es vor allem der weit verbreitete Antisemitismus, Nationalismus und Militarismus, die den Nationalsozialisten schon lange vor 1933 den Weg bereiteten. Die "mentale Machtergreifung" fand vor allem in den vaterländischen Verbänden und Vereinen statt.

Die 44. Sonderausstellung vom 11.9.16 bis 4.12.16 präsentierte Puppenstuben und Spielzeug von Johanna Zeilinger.

Seit 2008 betreibt sie in Andorf bei Dietenhofen ihr kleines Puppenstuben-Museum. Im Löhe-Zeit-Museum präsentiert sie eine Auswahl ihrer schönsten und auch kuriosesten Exponate. Unter anderem eine Metzgerei mit allem, was dazugehört im Puppenformat.

Die 43. Sonderausstellung vom 21.5.16 bis 21.8.16 war den ersten 25 Jahren des Heimat- und Geschichtsvereins gewidmet, der sein silbernes Jubiläum feierte.

Der Verein hat im Laufe seiner Geschichte viele Aktivitäten entwickelt. In den Anfangsjahren traten seine Trachten- und Tanzgruppen bei Umzügen auf. Seit 1997 wird am Samstag vor dem Palmsonntag das wohl größte Osterei der Region aufgestellt und das Ostereifest gefeiert.

Die 42. Sonderausstellung vom 20.9.15 bis 30.11.15 zeigte, wie sich Post und Polizei in Neuendettelsau von etwa 1860 bis 1960 entwickelten.

Historische Uniformen, Dokumente und Gegenstände ließen nacherleben, wie der technische Fortschritt den Arbeitsalltag der "Staatsdiener" veränderte.

Viele Besucher waren überrascht, dass Neuendettelsau früher sowohl ein Postamt als auch eine Polizeidienststelle besaß. Und erfreut, darüber interesse Details zu erfahren.

Mittelpunkt der 41. Sonderausstellung vom 28.3.15 bis 31.7.15 war das Jubiläum "150 Jahre Posaunenchor":

Schon Wilhelm Löhe begeisterte sich für die glaubensstärkende musikalische Unterstützung des Gottesdienstes und gründete 1865 mit 8
.Männern aus Dorf, Diakonie und Mission den ersten Posaunenchor Bayerns. Nach einem Ausbildungsjahr spielten sie 1866 erstmals öffentlich im Silverster-Dank-Gottesdienst.  

Die 40. Sonderausstellung "Als Dettelsau ein Licht aufging" stellte dar, wie das „moderne Leben“ nach Neuendettelsau kam:

Fließendes Wasser, Strom aus der Steckdose, Telefon und eine Heizung im Haus waren vor 100.Jahren für die ländliche Bevölkerung noch undenkbar. Das erste Telegrafenamt entstand 1870 im Gasthaus Anker.

Die 39. Sonderausstellung hieß "Neuendettelsau und der Erste Weltkrieg".

Sie zeigte, wie die Bevölkerung den Kriegsbeginn erlebte und wie er immer stärkeren Einfluss auf das tägliche Leben nahm. Auch die Zeit nach 1918 wird beleuchtet, vor allem die "Erinnerungskultur" sowohl staatlicher Stellen als auch privater Haushalte. Die bald einsetzende Verklärung der im Feld angeblich unbesiegten Kriegshelden bereitete den Nährboden für den schon 20 Jahre später beginnenden Zweiten Weltkrieg.
blank Plakat zur 45.Sonderausstellung

Plakat zur 44. Sonderausstellung

Plakat zur 43. Sonderausstellung

Plakat zur 42.Sonderausstellung

Posaunenchor
Ausschnitt aus dem Plakat zur 41.Sonderausstellung

Plakat zur 40.Sonderausstellung

 

In der 38. Sonderausstellung vom 15.9.13 bis 30.11.13 wurden alte und neue Ansichten von Neuendettelsau gegenübergestellt. Sie zeigten, wie sich Dorf und Diakonie in über 100 Jahren entwickelt hatten. Vieles ist inzwischen unwiederbringlich verloren. Und bei vielen älteren Besuchern wurden beim Betrachten der Bilder Kindheitserinnerungen wach.